The fire of Presence - das Feuer der Präsenz (Angelo Dilullo)
At the beginning of the path, identity can feel incredibly solid—tenacious, all-encompassing, almost impossible to see through. Thought, time, duality, conditioning, coping mechanisms, defenses, self-doubt, projection, and narratives can become so deeply woven together that even spirituality itself can be co-opted by the identity structure.
And yet, somehow, the message of truth gets through.
That itself is grace.
The path begins with a simple but profound movement: a backward step—not taking the next step toward thought, but turning toward what is prior to thought.
Perhaps it begins as a taste of something vast, something timeless. A recognition of Presence. And through surrender, inquiry, vulnerability, and vigilance, that recognition begins to clarify.
Presence is not a particular state or condition. It is the nature of experience itself.
As this becomes clearer, the obsession with me and mine, my problems, my solutions, my story begins to lose its grip. We give it less attention. We become less captivated by the narrative.
And eventually, what once seemed so solid begins to reveal its true nature.
The identity structure was only a snowflake—a temporary gathering of thoughts, memories, urges, habits, and stories.
And how can a snowflake exist in a raging fire?
It cannot.
It melts—not into something else, but into what was already here.
Perhaps awakening is not the destruction of who we are, but the recognition that what we took ourselves to be was never separate from the fire of Presence in the first place.
***
Am Anfang des Weges kann sich Identität unglaublich fest anfühlen – zäh, allumfassend, beinahe unmöglich zu durchschauen. Gedanken, Zeit, Dualität, Konditionierungen, Bewältigungsmechanismen, Abwehr, Selbstzweifel, Projektionen und Geschichten können so tief miteinander verwoben sein, dass sogar Spiritualität selbst von der Identitätsstruktur vereinnahmt werden kann.
Und doch findet die Botschaft der Wahrheit irgendwie ihren Weg zu uns.
Allein das ist Gnade.
Der Weg beginnt mit einer einfachen, aber tiefgreifenden Bewegung: einem Schritt zurück – nicht den nächsten Schritt in Richtung Gedanken zu machen, sondern sich dem zuzuwenden, was vor dem Gedanken liegt.
Vielleicht beginnt es mit einem Vorgeschmack auf etwas Grenzenloses, etwas Zeitloses. Mit einer Erkenntnis von Präsenz. Und durch Hingabe, Selbsterforschung, Verletzlichkeit und Wachsamkeit beginnt diese Erkenntnis immer klarer zu werden.
Präsenz ist kein bestimmter Zustand und keine bestimmte Bedingung. Sie ist die Natur des Erlebens selbst.
Je klarer dies wird, desto mehr beginnt die Beschäftigung mit mir und meinem, meinen Problemen, meinen Lösungen, meiner Geschichte ihren Griff zu verlieren. Wir schenken ihr weniger Aufmerksamkeit. Wir lassen uns weniger von der Geschichte gefangen nehmen.
Und schließlich beginnt das, was einst so fest und wirklich erschien, seine wahre Natur zu offenbaren.
Die Identitätsstruktur war nur eine Schneeflocke – eine vorübergehende Ansammlung von Gedanken, Erinnerungen, Impulsen, Gewohnheiten und Geschichten.
Und wie kann eine Schneeflocke in einem lodernden Feuer bestehen?
Sie kann es nicht.
Sie schmilzt – nicht in etwas anderes hinein, sondern in das, was bereits immer hier war.
Vielleicht bedeutet Erwachen nicht die Zerstörung dessen, was wir sind, sondern die Erkenntnis, dass das, wofür wir uns gehalten haben, niemals getrennt war vom Feuer der Präsenz.
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